Mysteriöser Fehler an meinem Cello | > Hilfe bei antiker Geige |
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Hallo zusammen,
seit ein bis zwei Jahren habe ich ein ganz komisches Phänomen und Problem an meinem Cello, das sich nach zwei bis fünf Minuten des Spielens einstellt. Man kann gar sagen, dass es „umstellt“! So macht das Üben keinen Spaß mehr und es verunsichert, ich mache mehr Fehler da ich eine schlechte Rückmeldung erhalte. Ich habe auch den Eindruck, dass das Cello im Innern „länger nachschwingt“(?)
Sobald es also umstellt, hört es sich „schnarriger“, schnoddriger“, hohl-nasal und einfach kraftloser an!
Ich meines, dass dies hauptsächlich die A- und D-Saite betrifft. Während unseres letzten Weihnachtsliedabends an Heiligabend 2024 habe ich alle darum gebeten, genau hinzuhören. Und ihnen ist es auch aufgefallen.
Vier neue Saiten, die so oder so ersetzt werden mussten, brachten keine Abhilfe. Auch das Versetzen und Prüfen des Stimmstocks brachte keine Verbesserung. Übrigens hatte ich eine Zeit lang einen verstellbaren Karbonstimmstock in meinem Cello und hatte diesen in Verdacht und ließ daher später wieder den originalen Stimmstock einsetzen. Das brachte leider auch nichts.
Auch spielte ich mal ohne Wolftöter, das führte auch nicht zum Erfolg.
Ob das an einem Riss im Korpus liegen kann?
Ich spielte bereits mit dem Gedanken, ein neues altes Cello zu kaufen aber es kann ja nicht sein, dass man den Fehler nicht findet, zumal er früher nicht da war. Jammerschade wäre das doch.
Übrigens ist mein Cello ein ganz einfaches, ein 4/4 vollmassiv, es kostete damals 1200,- Euro und soll von 1960 sein und aus Mittenwald stammen, was ja nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat. Denn „richtig gescheite Celli“ sollen es ja erst ab ca. 10.000 Euro geben (Meisterinstrument?)
Wenn von euch jemand eine Idee haben sollte, so wäre ich euch sehr zu Dank verbunden, diese hier im Geigenforum kund zu tun.
Vielen Dank und viele Grüße
Dominik

Hallo,
ich hätte auch auf einen verrutschenden Wolfstöter getippt.
Aber da eine Einspielzeit notwendig ist, bis das Cello das Signal sendet. dass es keine Lust mehr hat, sind wohl Vibrationen der Auslöser.
Ich würde mal die verleimten Verbindungen Decke / Boden / Zargen mir genau ansehen (lassen), ob vielleicht eine gealterte Leimverbindung Töne klaut.
Oder beim Spiel auf Decke /Boden drücken.
Hajo
Hallo Hajo,
vielen Dank für deine Nachricht.
Dann werde ich mir doch erst einmal nochmals den Wolftöter genau anschauen und sollte das nichts bringen, das Cello bei meinem Geigenbauer abgeben.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag dir
Dominik
Hallo Hajo,
an fehlerhaften oder gelösten Verleimungen habe ich nichts ausmachen können.
Kann es aber auch an einem feinen Riss in einer der Zargen liegen?
Und zwar in einer der "mittleren" Zargen, also der kürzesten und nach innen gewölbten. Ausgehend von der unteren spitzen Kante, ziemlich mittig, ca. 5 bis 7 cm lang, er schlängelt sich etwas... Ich dachte eigentlich immer, dass das nur ein feiner Riss im Lack sei. Wenn ich mit dem Fingernagel rüberfahre, bemerkt man einen Übergang, eine leichte Kante.
Viele Grüße und danke dir
Dominik
Hallo Dominik,
ein Riss in der Zarge, der sich beim Spielen (Vibrationen und Ausdehnung durch Wärme) vergrößert, wäre möglich.
Ich würde von innen nachsehen. Entweder mit einem Zahnarztspiegel oder Inspektionsspiegel (https://www.amazon.de/Teleskop-Inspektionsspi ... -Grad-Drehung-Fahrzeugzustands) und einer kleinen Taschenlampe. Dafür kann man auch das Loch des Stachels benutzen. (Oder Kamera vom Smartphone).
Wenn der Wolfstöter innen unter der Decke angebracht ist, den auch kontrollieren
Bei der Verleimung von Boden und Decke und einer zeitweisen Lockerung, sieht man dies nicht unbedingt. Auch hier würde ich mit der Lupe kontrollieren.
Stimmstock und Steg wären auch noch Kandidaten ;-)
Viel Erfolg
Hajo
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