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Suzuki, wie lange spielt man ein Heft usw.

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Schnufki284 Profilseite von Schnufki284, 05.10.2021, 15:00:16
Suzuki, wie lange spielt man ein Heft usw.

Hallo, kennt sich jemand mit Suzuki aus?

 

Nachdem ich nach ca 3 Jahren Geige etwas frustriert über den Klang und Rhythmus bin,  möchte ich es mit Suzuki probieren. Ich denke, wenn man nicht die ganze Konzentration auf Noten lenken muss, kann man im Spiegel den Bogenstrich besser kontrollieren.

 

Wie lange braucht man im Durchschnitt für ein Heft?

 

Ab welchen Heft lernen die Schüler Noten?

 

Gruß und danke im voraus 

 

Fidi Profilseite von Fidi, 07.10.2021, 16:55:00

Meines Wissens "soll" man jedes Stück, jede Übng 100 mal wiederholen. Also so, dass es gut klingt. Man soll am Ende idealerweise jedes Stück auswendig können, also so oft geübt haben, dass man es in und auswenidg kennt/ kann.

 

Was bedeutet du bist "frustriert über den Klang und Rhythmus"? Vor allem "Rhythmus"? Bezieht sich das aufs Notenlesen?
Dann würde ich - wenn du Noten Tonhöhen zuordnen kannst, also weißt, was du auf der Geige greifen musst, wenn du eine bestimmte Note siehst - mir ein einfaches Songbook mit Playalong-CD und dir bekannten, einfachen Stücken kaufen, z.B. Weihnachtsliedern. Und dann so lange spielen und auch beim Spiel mitlesen, bis du bestimmte Rhtymen auch in neuen Stücken "wiederekennst". Also wie lang ist eine Achtelnote, wie lang eine Viertel im Vergleich usw.

 

Für Klang gibt es spezielle Übungen. Schau mal hier (auch andere Videos in dem Kanal):

 

https://www.youtube.com/watch?v=XbWG998uz1M&t=173s

 

Ich würde mir da ruhig von Youtube, von Lehrern, spezielle Übungen zusammenstellen und jeweils eine pro Übungseinheit so lange machen, bis du die gut kannst, und dann die nächste nehmen.

 

Du kannst dir sicher ein Suzukiheft kaufen - ruhig auch gebraucht, auch hier gibt es bei Youtube fast alle Stücke bis Heft 3 mindestens zu hören - und damit üben, du kannst aber auch zu deinen Anfängen zurück gehen und die ersten Stücke üben, die du gelernt hast (falls du davon noch die Noten hast) oder eben Songbooks mit einfacheren Liedern oder vereinfachten Stücken kaufen und damit üben.

 

Ich persönlich empfehle immer Gerhardt Mantels "Cello üben", ein Buch nur über das Üben von Streichinstrumenten, weil man da wirklich alle Übeprinzipen bekommt und lernt, systeamtisch und gründlich zu üben. 

 

Da gibt es bspw. eine Übung, bei der man ein Stück Note für Note ganz langsam durchspielt und immer erst die näcshte Note dazu nimmt, wenn die erste sich wirklich "brilliant" anhört und nicht mehr verbessert werden kann. Auch ist ein Prinzip, dass man in einem Stück beim Üben immer den Fokus auf etwas anderes legt, Klang, Inotnation, richtiger Notenwert, Tempo, Ausdruck etc. - also das nacheinander übt, nicht alles oder mehreres zusammen.

 

Ich habe letztes Jahr nach 7 Jahren Pause wieder angefangen, alleine, für einen Lehrer ist erst mal keine Kapazität vorhanden (habe gerade mehrere Stressfaktoren im Leben und musste bspw. von Januar bis März täglich ins Pflegeheimnud sicherstellen, dass jemand die Mindestmenge an Flüssigkeit aufnimmt...) und habe erst mal nur diese leeren Saiten-Übungen gemacht, dann Tonleitern, ganz langsam, dann einfache Stücke, dann mehrere Tage erst mal wieder Vibrato geübt usw. Und dann habe ich mich erst mal durch meine ersten Stücke gehangelt, bis ich Stücke spielen bzw. üben konnte, die etwas anspruchsvoller waren, bspw. Bach Partita 2, Allemande. Auch das habe ich dann erst mal mehrere Wochen gebüt. Jetzt nehme ich Stück für Stück neue ("alte", also früher schon mal gespielte) Stücke dazu und übe parallel 2 Etüdenbücher, Wohlfahrt 45 und Kreutzer). Da habe ich dann auch mehrere Tage bis Wochen an einer Etüde geübt, bis die wirklich gut klang und auch in etwas schnellerem Tempo spielbar war.

 

Ein weiteres interessantes Buch ist "Einfach üben" aus dem gleichen Verlag wie "Cello üben". Da sind mehrere kurze Ideen bzw. "Tricks" zum Üben versammelt, bspw., dass man mit hoher Anstrengung üben soll, damit es später leichter geht. Also einmal an seine Grenze gehen und dann langsam wieder zurück und dann klappt eine Übung oft besser. Das habe ich bspw. beim Vibrato-Wiedererlernen gemacht: Mit Geige ohne Bogen auf die Couch und dann Vibrate, dritte Lage, zweiter Finger langsam geübt, schnell, mehrfach hintereiannder, dann Tonleiter mit Vibrato, langsam, wenige Schwingungen, lasam, mehrere Schwingungen, schnell, wenige Schwingungen, schnell, viele Schwingungen - so lange, bis die Bewegung in Ruhe und mit Zeit auch wieder verfügbar war.

 

LG von

Fidi

 

Neuester Beitrag Schnufki284 Profilseite von Schnufki284, 09.10.2021, 12:45:59

Danke Fidi für die vielen Tipps.

Schön zu erfahren, wie du beim Geigenspiel vorgehst.

 

Ich habe mich entschieden, momentan als Schwerpunkt einige Stücke aus Suzuki 1 und 2 zu üben. Dabei kontrolliere ich die Bogenhaltung und vor allem bei Twinkle aus Suzuki 1 spiele ich verschiedene Rhythmen.

Mit meiner Lehrerin spielte ich lange unbekannte Stücke,  war gestresst und der Klang war so fürchterlich, dass ich aufgehört habe.

 

Ab nächsten Monat fange ich an, Weihnachtslider zu spielen, das mag ich, bekannte Stücke,  die nicht allzu schwer sind.

 

Alles Gute dir, sei ❤ lichst gegrüßt 

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