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Earendil Profilseite von Earendil, 18.05.2013, 20:33:00
Doppelgriffe

Hallo zusammen, 

ich versuche mich gerade an einfachen Doppelgriffen und werde fast wahnsinnig dabei. Habt ihr vielleicht einen Tipp für mich, damit meine Griffbrett-Finger nicht permanent verknoten/krampfen? Zudem habe ich das Gefühl, dass beispielsweise bei gespieltem G und H* mein einer Finger so blöd die A-Saite berührt, dass die gar nicht mehr anklingt. Versuche ich, die Hand bzw. die Finger runder zu machen, habe ich den Eindruck, eine total schiefe Haltung des Armes zu entwickeln. Muss das so ( = ist das Teil des Lernens) oder mache ich hier einen grundlegenden Fehler?

Vielen Dank für eure Tipps!

*Hoffe, das ist richtig so...ich kann so halbwegs Noten lesen, doch sie sind bei mir als Saite/Finger gespeichert. Ich meine den dritten Finger auf D und den ersten auf A.

Aranton Profilseite von Aranton, 18.05.2013, 20:39:07

Als ich angefangen habe, haben meine Finger beim Spielen immer andere Saiten berührt (es sei denn, ich war auf der E-Saite unterwegs). Und hatte, als dann Doppelgriffe kamen, dieselben Probleme wie Du. Ich habe dann eine Zeitlang sehr darauf geachtet, auch beim normalen Spielen immer nur eine Saite zu berühren. Das ist eine ziemliche Umstellung, aber wenn Du ganz automatisch so greifst, dass Du andere Saiten nicht berührst, wird das mit den Doppelgriffen gleich leichter.

Earendil Profilseite von Earendil, 18.05.2013, 21:46:24

Ich werde versuchen, beim normalen Spielen jetzt auch darauf zu achten.

Danke!

sofie Profilseite von sofie, 18.05.2013, 23:14:58

Ich würde empfehlen wirklich mit einfachen Doppelgriffen zu beginnen und nicht gleich mit Terzen anzufangen. Auch die Doppelgrifftechnik kann man systematisch erlernen und sich so viel Frust ersparen. Es gibt sogar extra Schulen hierfür.

http://www.paganino.de/shop/a226702/bloch-j-doppelgriffschule-band-1.html

piazzolla Profilseite von piazzolla, 19.05.2013, 01:12:43

Am besten übst du gegriffene Dreiklänge, indem du zunächst alle Finger einzeln aufsetzt. Danach versuchst du, den 1. und 2. Finger liegenzulassen, sobald der dritte Finger dran ist, hebst du den 1. wieder an. Und nach vielen Wiederholungen kannst du irgendwann alle Finger liegenlassen, ohne dass du eine Seite versehentlich berührst.

Achte vor allen Dingen darauf, dass du das oberste Fingergelenk schön im rechten Winkel zum Griffbrett auflegst.

Bea Profilseite von Bea, 19.05.2013, 07:35:46

Und lies dir folgenden Thread durch, da wurden gerade deine Fragen diskutiert: 

http://forum.geigen-forum.de/forum-0-4163-13_Partita-II-J-S-Bach

 

 

Ginger Profilseite von Ginger, 23.05.2013, 15:04:52

Lieber Earendil,

ich kann Dir Deinen Frust mit Doppelgriffen gut nachempfinden - mir geht es genauso. Ehrlich gesagt finde ich ganze Stücke in Doppelgriffen schwerer als alles andere, was mir das Geigenspiel so abverlangt. Allerdings muß ich sagen, daß ich - so schwer das richtige Greifen und sauberes Intonieren mit der linken Hand sind - mehr Probleme mit dem Bogen habe. Wenn ich nur einzelne Doppelgriffe spiele, klappt die Bogenführung so lala. Aber wehe, es kommt eine Folge von Legato Doppelgriffen! Dann kipp ich von einer Saite auf die andere oder drücke zu sehr, um auch ja beide Saiten immer gleich zu erwischen und das ganze hört sich fürchterlich an. Ganz schlimm sind "plötzliche" Doppelgriffstellen in schnellen Passagen in Stücken. Ach, was soll ich sagen, Doppelgriffe sind mein Waterloo... Aber ich übe fleißig weiter und habe mir jetzt die "Melodious double stops" Doppelgriffschule vorgenommen. Vielleicht zahlt sich irgendwann ja mal mein hartnäckiges Üben aus.

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Also, einfach weiter üben, peinlich genau auf das korrekte Aufsetzen der Finger achten, die Intonation immer wieder überprüfen (denn nacheinander gespielte und gleichzeitig gespielte Intervalle werden eben nicht gleich intoniert, was mir auch wieder ein neues Hörvermögen abverlangt) und - m. E. - immer auch viel Augenmerk auf die richtige Bogentechnik legen. Das sind zumindest meine bescheidenen Ziele.

Liebe Grüße + weiterhin viel Freude am Geigenspiel

Ginger 3

DebianFan Profilseite von DebianFan, 24.05.2013, 15:23:52


Bei dem beschriebenen Problem hat mir seinerzeit Kayser Nr. 20 geholfen.

Earendil Profilseite von Earendil, 26.05.2013, 12:04:51

Vielen Dank für die vielen Anregungen!

Ach, ich weiß auch manchmal gar nicht so recht, bei welcher Baustelle ich anfangen soll: Bogenhaltung/-strich, (einfache) Doppelgriffe, Rhythmus (wobei das schon ganz gut klappt). Vielleicht sollte ich besser erst mal eines zur Zeit machen?

Ich habe mir jetzt mal auf eigene Faust "Küchlers Violinschule" zugelegt und das gefällt mir eigentlich recht gut, auch wenn es nicht so modern geschrieben ist. Aber ich kann meinem Geigenlehrer nun ja auch nicht vorschreiben, was ich gerne zuerst lernen würde - denn dafür ist er ja da.

Neuester Beitrag Cassia Profilseite von Cassia, 26.05.2013, 20:39:12

Yep, einzeln üben. Also zum Beispiel 5min nur zwei leere Saiten streichen, dann einen Finger draufsetzen (ich streiche nämlich gaaaanz anders, wenn ich erstmal links Druck ausübe....). Dann 5 Minuten einfach DG, ohne Anspruch auf gute Bogentechnik, nur Intonation. Dann die Wechsel zwischen zwei DG etc. pp.

Ich bin damals bei meinen Arpeggien im Zelter-Konzert fast durchgedreht. Wie übt man sowas??? Habs dann genau so gemacht wie mit den DG. Immer 5 Minuten die reine Bogenbewegung über alle Saiten seeeehr laaaaangsam auf absolute Gleichmäßigkeit (länger macht verrückt), später dann auf Tempo. Parallel dazu immer 5 Minuten die einzelnen Akkorde. Später die Wechsel der Akkorde. Erst nachdem ich schon fast wieder Unterricht hatte (also nach nach zehn oder zwölf von vierzehn Übetagen) habe ich es seeeehr langsam zusammengesetzt---und es ging. Es ging sogar fix. Aber es war sehr zähes Üben der einzelnen Elemente. Heute gehts besser, das Vorgehen ist aber dasselbe.

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