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Geige aus dem 18.jh gefunden

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RoChri2007 Profilseite von RoChri2007, 20.04.2022, 19:46:53
Geige aus dem 18.jh gefunden
Hi, ich habe ne Geige von 1869 gefunden.beszimmt ist die wertvoll. Was macht man mit sowas?
Merlin Profilseite von Merlin, 21.04.2022, 20:19:19
Hallo, man geht zu einem Geigenbauer und zeigt sie ihm. Er kann am ehesten was dazu sagen, was sie wert ist, und was gemacht werden müsste.
Neuester Beitrag Fidi Profilseite von Fidi, 25.04.2022, 18:29:48

Grundsätzlich: Eine Geige aus dem 19. Jahrhundert (18..) ist auf jeden Fall interessant, man besitzt quasi ein Stück Geschichte, die Geige hat bis heute überlebt.

 

Nur, um Enttäuschungen zu vermeiden, GERADE beim Geigenbauer: Bei Geigen bedeutet alt leider NICHT immer wertvoll! 

 

Schau mal ins Forum maestronet, ins Unterforum "the pegbox". Da werden immer wieder Geigen vorgestellt, die dort unter dem Stichwort "the usual" laufen, alte (miest) deutsche  Geigen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Stichwort Markneukirchen, Mittenwald, Schönbach. Diese Geigen wurden dort damals für die damaligen Verhältnisse in Massen produziert von mehreren Haushalten, die jeweils auf einen Produktionsschritt spezialsieirt waren. Damit waren sie keine "Meistergeigen", also nicht von einem Geigenbauer und durch die hohe Produktionsrate wurde bei vielen kein großer Wert auf Details gelegt. Diese Geigen kosten heute je nach Klang und Zustand zwischen vielleicht 400 € und bis zu 10.000 €. Viele sind aber eher niedrigpreisig und handwerklich, aus Sicht des Geigenbauers, oft mindertig. 

 

Das maestronet ist ein Forum für Geigenbauer und die meisten äußern sich über diese Geigen sehr verächtlich. 

 

Trotzdem klingen einige, besonders für Hobbygeiger, sehr schön.

 

Meine Warnung ist nur: Es kann sein, dass dein Geigenbauer erst mal einen Vortag vom Stapel lässt, dass sich "so was" nicht zu restaurieren lohnt oder minderwertig ist. Einige Geigenbauer sind auch tolerant und sagen nichts oder mögen diese Geigen sogar. Aber aus Sicht des Geigenbauers ist das eben nicht der Standard seiner Handwerkskunst, da er eine Geige komplett alleine plant und baut (und auch in anderer Weise als die damaligen Geigen dieser Gegend).

 

Natürlich kannst du auch Glück haben und deine Geige ist eine andere und wertvoller. Angeblich wurden von diesen "sächsischen" Geigen damals Millionen (!) gefertigt.

 

Vorfühlen kannst du, wenn du deine Geige dort im maestronet postest und fragst, ob jemand weiß, was das für eine Geige ist und was die ca. wert ist. Es gibt dort eine genaue Anleitung, wie man welche Bilder von der Geige zur Einschätzung machen sollte. Stelle dich aber ggf. auf nicht so begeisterte Beiträge ein. Aber vielleicht ist das besser, als sofort zu einem Geigenbauer zu gehen, der sie dir mies redet. Wenn du dort eine Einschätzung hast, kannst du zum Geigenbauer gehen und ggf. sagen, dass du sie spielfertig gemsacht haben möchtest, wenn das einen bestimmten Preis nicht übersteigt (es kann auch mehrere hundert Euro kosten, im besten Falle aber nur ca. 50 bis 150 €. Neue Saiten, Steg richten etc.).

 

Viele der sächsischen Geigen aus dem 19. Jahrhundert enthalten bewusst falsche Label (Namen berühmter Geigenbauern), oder, seltener, "Copie nach (Stadivarius etc.). Das hat aber in keinerster Weise etwas zu sagen, meist ist das Modell dem des alten Meisters nicht annähernd ähnlich. Also glaube so etwas nicht, falls das bei deiner Geige vorkommt.

 

LG von

 

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