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Zugeordnete Kategorien: Geigenbau - Instrumentenkunde

Dowina Profilseite von Dowina, 25.10.2013, 11:20:53
Bau einer Rebec

hallo an alle!

wie schon im vorstellungsthread angekündigt, bin ich gerade dabei mir eine rebec zu bauen. ich weiß, dass es sich dabei nicht um eine geige handelt, aber ich hoffe, dass der ein oder andere geigenbau-profi mir tipps geben kann. der klangkörper wird bei einer rebec aus massivem holz geformt. ich habe auf einer baustelle einen alten, circa 150 jahre, massivholzbalken lärche ergattern können. die jahresringe sind sehr schön und gleichmäßig. kann mir bitte jemand einen tipp geben, wie man den hohlraum, aber auch die außenform abträgt. ist das so wie bei einem bogen (schusswaffe), wo man die schichten mit den jahresringen abträgt, ohne die jeweilige weitere schicht zu verletzen. also so, dass die spannung des holzes nicht beeinträchtigt wird. das war es eigentlich schon.

danke, gruß bernardo

Geige Profilseite von Geige, 25.10.2013, 21:09:27

Hallo Bernardo, ich glaube für die Ausarbeitung sollten Bildhauereisen besser geeignet sein als die im Geigenbau üblichen Ausstecheisen, da sie z.T. stärker gekröpft sind. Die Aushöhlung ist ja beim Rebec deutlich stärker augeprägt. 

Die Ausarbeitung und Formgebung richtet sich nicht nach dem Verlauf des Holzes. Hier werden im Geigenbau auch Jahresringe schräg angeschnitten. Da es sich um ein in sich homogen gewachsenes Holz  beim Ahorn handelt , wird da keine Gewichtung drauf gelegt. Höchstens dass ein zur Schwarte geschnittener Boden (also mit liegenden Jahresringen) etwas dicker ausgearbeitet werden sollte als der Radialschnitt (entlang einer Linie vom Mark bis zur Rinde) Bei der Fichte stehen die Jahresringe möglichst senkrecht.

Mit Lärchenholz für den Korpus habe ich keine Erfahrung.

Dowina Profilseite von Dowina, 26.10.2013, 11:30:49

hallo geige!

danke für deine antwort, die mir schon sehr weiter hilft. bildhauereisen habe ich von meiner mutter und die sonstigen werkzeuge vom vater. die lärche zählt ja zu den weichhölzern, somit müsste sie doch für den korpus geeignet sein? die lärche ist ja auch sehr stark harzhaltig, aber bei einem stück holz, das schon so alt ist, sollte alles harz ausgetreten sein. 

bei geige24.com findet man diesen knochenleim. würdet ihr profis diesen empfehlen oder gibt es auch andere, die besser geeignet sind.

http://www.geige24.com/shop/geigenbaubogenbau ... eim/1867/knochenleim-250-gramm

danke!

Neuester Beitrag Geige Profilseite von Geige, 27.10.2013, 07:07:52
Knochenleim ist ein Klassiker unter den Leimen.

Ansonsten kommt auch der sehr hochwertige Hausenblasenleim http://www.edelholzverkauf.de/product_info.php?products_id=595
oder auch Fischleim genannt zur Verwendung. Leim sollte die Eigenheit besitzen in seiner Elastizität die homogemnität des Holzes nicht zu stören. D.h. es darf an der Leimstelle kein Schwingungsbruch entstehen. So kann auch nach einer Rissreparatur ein Instrument unverändert gut klingen.
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