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Noetchen Profilseite von Noetchen, 15.10.2013, 06:48:11
Violine überarbeiten

Mein Sohn hat sich vor einem knappen Jahr, dafür entschieden Violine zu lernen. Leider haben wir mit der Musikschule ein wenig Pech gehabt, so dass er zunächst auf einem sehr schlechten Instrument lernte. Nun ist er auf eine mittelmäßige  3/4 Geige umgestiegen, die so weit erstmal in Ordnung zu sein scheint. Allerdings  hätte man  für gut 800€ Kaufpreis wohl auch etwas mehr  erwarten dürfen.
Dies  sagte mir zumindest sein Lehrer, der  ihn an einem Musikgymnasium unterrichtet.
Ich schätze diesen Lehrer sehr und nehme seinen Rat mich an einen Geigenbaumeister zu wenden der sich das Instrument einmal ansieht und  vielleicht noch etwas mehr rausholen kann gerne an.
Allerdings  habe ich es zur Zeit wirklich nicht besonders leicht und  mir fehlt einfach das viele Klein und Großgeld im Leben.
Deswegen würde mich brennend interessieren was so eine einfache Erstüberholung kosten kann. Natürlich weiß ich auch dass man das nie so genau sagen kann. Aber ich hätte gerne mal einen Anhaltspunkt.
Die Geige ist von einem deutschen Geigenbauer wurde aber gebraucht übernommen, wir reden hier also nicht von einem Chinaimport ;)
Mein Sohn verzweifelt gerade etwas an dem Instrument, so geht aber die Freude und das Gehör verloren und das kann es ja nicht sein.
Ich bin gerade wirklich frustriert und ein wenig verzweifelt, denn da ich selber  Musik mache und liebe verstehe ich  sehr gut wie einen das  quälen kann.
Können Sie mir ein wenig Mut machen und vielleicht  einen Anhaltspunkt geben?
Ich brauche hier wirklich Hilfe...
Vielen Dank
Christine

Aranton Profilseite von Aranton, 15.10.2013, 10:39:07

Ich fürchte dafür gibt es keine Pauschalpreise. Wieviel das kostet, hängt vor allem davon ab, was für arbeiten anfallen und ohne die Geige zu sehen, kann man das schlecht vorhersagen. Obendrein sind die Preise ja nicht überall gleich.

Die Position des Stimmstocks zu prüfen und ggf. zu korrigieren, sollte  - wenn nicht ewig rumexperimentiert wird - günstig sein, so in der zehn Euro Größenordnung. Einen neuen Steg anzupassen (die sind bei einfachen Instrument oft viel zu dick) ist teurer, das dürfte so um die hundert Euro kosten. Wie schaut die Bespannung des Bogens aus? Die verschleißt und könnte bei einer gebrauchten Geige ausgetauscht werden müssen (50-60€). Vielleicht sind auch die Saiten schrottig oder verschlissen; da gibt es eine große Bandbreite an Preisen, so zwischen 40 und 120€ für den Satz (wobei die Preise für 3/4-Saiten etwas anders sein könnten). Damit würde ich allerdings nicht zum Geigenbauer gehen, sondern die Saiten online bestellen (oder sie im Laden kaufen) und selbst wechseln bzw. mir damit vom Lehrer helfen lassen. Denn Saiten muss man früher oder später ohnehin selbst wechseln können. Auch das Kolophonium wird in seiner Bedeutung gelegentlich unterschätzt. Wenn das nicht richtig funktioniert, weil es z.B. alt und zu hart geworden ist oder nicht zu den Saiten passt, ist es sehr schwer, gute Klänge zu produzieren.

Das sind die Sachen, die mir einfallen und zu denen ich preisliche Vorstellungen habe. Bei anderen Sachen - z.B. Wirbelproblemen - habe ich keine Erfahrungen (das habe ich bisher immer selber hingekriegt) und kann deshalb keine Preise nennen. Aber wie gesagt: Ohne die Geige zu sehen und anzuspielen, ist ohnehin schwer zu beurteilen, was man sinnvoll machen kann. Ich würde an Deiner Stelle zum Geigenbauer gehen, ihn bitten, sich das Instrument anzuschauen und zu sagen, was er machen würde und wie viel das kosten würde.  Es sollte eigentlich kein größeres Problem sein, das aus Liquiditätsgründen auf mehrere Termine zu verteilen.

Bea Profilseite von Bea, 15.10.2013, 12:56:29

Nagel den Geigenlehrer doch erst mal fest, was er meint, was falsch ist! und frage deinen Sohn was genau ihn stört. So kann man ja keinen Rat geben.

z.B. Wenn die Saiten klirren, ist der Obersattel vielleicht durch Verschleiß schon zu eingebuchtet, Griffbrett hat Rillen, oder nur der Steg steht falsch, es gibt ne Menge Sachen , die kann man selber machen, oder der Lehrer. Es können auch zu dicke Saiten sein, zu klebriges kolofonium, oder einfach zugekleisterte Saiten - oder es ist tatsächlich etwa im Argen, loser Bassbalken im Innern. Also erst mal fragen was stört! Und zum Geigenbauer gehen und um Kostenvoranschlag bitten, man kann ja auch durchaus noch einen 2. fragen - geschäftlich muss man immer einen 2. KOstenvoranschlag holen, also ist das nichts Schlechtes.

 

Geige Profilseite von Geige, 15.10.2013, 13:36:44
Ohne ein Instrument gesehen zu haben,lässt sich nicht beantworten, was an Arbeits- und Materialaufwand notwendig ist diese Geige auf Vordermann zu bringen.

Da es sich bei der 3/4 Geige um ein Übergangsinstrument handelt, sollte evt. auch eine gut klingende Mietgeige infrage kommen. In meiner Werkstatt wird z. B. bis 1/2 Jahr Mietzahlungen beim Kauf an die ganze Geige angerechnet. Möglicherweise bietet der örtliche Geigenbauer ähnliches an. Der Wechsel zur ganzen Größe ist je nach Körpergröße i.d.R. frühestens ab 10 Jahren zu erwarten.
Neuester Beitrag Bea Profilseite von Bea, 15.10.2013, 14:08:45

Mietgeige, das wäre allerdings auch mein Rat gewesen. Es sei denn dein Sohn ist so vernarrt in das Instrument, dass er es unbedingt sein eigen nennen möchte ... Mietgeigen haben den Vorteil für wenig Geld pro Monat optimaleVorraussetzungen zu haben, bei Instrumentübernahme sind in der Regel neue Saiten drauf, die bei uns z.B. bis auf eine gerissene A-Saite und vielleicht 2 oder 3 E-Saiten (die sind einzeln zu kaufen und wirklich günstig, da aus Stahl) die ganze Spielzeit bis zur nächsten Größe gehalten hatten. Wäre irgendeine Einstellungsschwierigkeit ist der Service des Geigenbauers mit einbegriffen - etwa Montage des Kinnhalters, Wirbel machen Ärger ... und selbst mit Instrumentenversicherung kann man da für 800 € viele Jahre bei gleichzeitig wechselnden Größen spielen, ohne Wiederverkaufsärger usw. Also bei kleinem Geldbeutel mit Wunsch nach ordentlichem und betreutem Instrument ist es für mich niemals eine Frage gewesen auf geliehene Instrumente zurückzugreifen.

Außerdem wenn dein Sohn erst 1 Jahr spielt, sei vorsichtig, alle Unlust nur auf das Instrument zu schieben. Er könnte eventuell auch überfordert sein, oder der Unterricht geht zu sehr an seinen Vorstellungen vorbei, ein Instrument zu spielen. Denn der Lehrer hat nicht gesagt, dass Instrument sei untauglich. Und ein 800€ Instrument ist trotzdem keine in einer Hand gefertigte Geige, da würde ja keiner mehr Geigenbauer werden wollen zu so einem Preis. Und Geigen verfallen nicht im Preis und sind gebraucht weniger wert, eher das Gegenteil.

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