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Nicolas rue Croix des petite Champs a. Paris 1812

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Mia Profilseite von Mia, 02.04.2012, 22:21:21
Nicolas rue Croix des petite Champs a. Paris 1812

Hallo,

Ich habe eine Geige in der geschrieben ist Nicolas rue Croix des petite Champs a. Paris 1812.

Nun ist es meine Frage ob es sich überhaupt lohnen würde diese Geige restaurieren zu lassen.

Anbei sende ich hier noch ein paar Bilder mit, das sich hier wer vielleicht ein besseres Bild machen könnte / kann.

Ich würde mich über ein paar ernst gemeinte Antworten freuen denn ich habe wirklich keine Ahnung ob sie etwas wert sein könnte.

geige2.jpggeige6.jpggeige7.jpggeige9.jpg

code759 Profilseite von code759, 03.04.2012, 09:31:28


Die Geige hat durchaus viele Merkmale einer Nicolas Francois Fourrier. Sollte dieses Instrument kein Nachbau sein, ist es einiges Wert. Fünfstellig, würde ich meinen. Der Zettel sieht vielversprechend aus. Form, Position der F-Löcher, das passt alles.

Jedoch sind die Bilder nicht gut genug, um eine halbwegs ernstzunehmende Beurteilung vorzunehmen. Höhere Auflösung, weißer Hintergrund (der Weißabgleich ist so nicht zu gebrauchen) und weniger Hintergrund. Außerdem wären zusätzliche Bilder nötig.

Insgesamt kann man hier nur eine Tendez liefern. Ob es eine originale oder ein guter Nachbau ist, ist in natura schon schwierig zu unterscheiden, am Rechner mehr oder weniger unmöglich.

Sollte es sich um einen Nachbau handeln, heißt das nicht, dass das Instrument nicht gut ist. Wenn es keine offenen Stellen oder Risse gibt lohnt sich eine Restaurierung bestimmt, da diese dann nicht allzu teuer ist.

Es kann sein, dass ich bei besseren Bildern, etwas ganz anderes zu der Geige sage, wie gesagt, mit diesen Bildern ist das nicht sonderlich aussagekräftig. Ein Gang zu einem Geigenbauer lohnt sich aber eigentlich fast immer, sei es nur wegen der Atmosphäre. :)

Hat die Geige denn Brandzeichen oder ähnliches?

Geige Profilseite von Geige, 03.04.2012, 13:17:05

Zitat Code 759

Die Geige hat durchaus viele Merkmale einer Nicolas Francois Fourrier. Sollte dieses Instrument kein Nachbau sein, ist es einiges Wert. Fünfstellig, würde ich meinen. Der Zettel sieht vielversprechend aus. Form, Position der F-Löcher, das passt alles.


 

Welche vielen Merkmale sollten das sein?

Gerade handgeschriebene Zettel sind leicht fälschbar. Meines erachtens ist es kein wirklich hochwertiges Instrument. Die Bilder sind für mich so nicht gerade aussagekräftig.

 

code759 Profilseite von code759, 03.04.2012, 15:22:47

Sie haben natürlich ein wesentlich größeres Fachwissen zu diesem Thema, daher gebe ich auch Ihre Auskunft auch mehr, als auf meine Beobachtung, die ich jedoch trotzdem erläutern will.

Zunächst will ich zustimmen, dass die Bilder wirklich wenig Aussagekraft besitzen, daher kann ich persönlich die handwerkliche Qualität dieser  Geige in keinerlei Kategorie stecken.

Verglichen habe ich vor allem mit folgender Geige, einfach die erste die bei der Google Bildersuche aufkommt:

[img]http://www.mimo-db.eu/media/CM/IMAGE/CMIM000010408.jpg[/img]

Die von mir gemeinten Merkmale sind die Schnecke, die sich ähnelt. Die Gesamtform des Korpuses ist sehr ähnlich, die F-Löcher sind sehr ähnlich. Der Rand der Geige außerhalb der Einlagen, mir fällt gerade der Name nicht ein, ist auch sehr ähnlich. Selbst die Deckenkrümmung, die in der Frontalansicht zu sehen ist ähnelt sich stark.

Das sind natürlich alles Dinge, die eine Kopie auch aufweisen können. Ich wollte jetzt auch keine großen Hoffnungen wecken. Nur traue ich mich bei der schlechten Qualität der Bilder definitiv nicht, das Instrument als Böhmenfiedel oder ähnliches zu deklarieren. Dazu gibt es für meinen Geschmack doch zu viele Merkmale die überinstimmen. Ich meine damit nicht, dass es wahrscheinlich ist, dass sie "echt" ist, sondern nur, dass ich es nicht sofort ausschließen will, wie es doch bei den meisten Geigen der Fall ist, die man sieht.

Zum Zettel, ja dieser ist sehr leicht fälschbar, meines Wissens hat Nicolas Francois Fourrier aber Zettel mit diesem Wortlaut und Handschriftlich eingeklebt, also wieder kein Grund um es auszuschließen.

Ich gebe zu, mein Beitrag klang vielleicht so, als würde ich mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie echt ist. so war es aber nicht gemeint. Zusätzlich gilt natürlich wirklich, dass Ihrer Aussage wesentlich gewichtiger ist.

 

Viele Grüße

Geige Profilseite von Geige, 03.04.2012, 20:48:39

Um z.B. die Form einer Wölbung zu beurteilen, sind ausgesprochen gute Fotos notwendig und selbst da kann man sich täuschen. 

Die Stradivari "The Cathedral" kenne ich vom Bild sehr gut. Als ich diese Geige einmal in der Hand hatte, hätte ich kaum glauben können, dass es sich wirklich um diese Strad handelt. Auf dem Foto waren die Flammen deutlich stärker zu erkennen.

So kann selbst eine Geige ihr Gesicht verändern, wenn es entsprechend ausgeleuchtet wird.

Für Schneckenwindungen sollte eine genaue Seitenansicht vorhanden sein, um einen Vergleich vornehmen zu können. Die Gestaltung der Einlage wie auch die Form der Hohlkehle sollte im Detail erkennbar sein. Nur dann lässt sich möglicherweise etwas aussagen.

code759 Profilseite von code759, 04.04.2012, 11:02:57

Ich stimme Ihnen da vollkommen zu. Bilder ermöglichen sowieso nur schwerlich eine Einordnung, aber diese sind wirklich nicht sonderlich gut.

bye

Mia Profilseite von Mia, 04.04.2012, 12:28:58

Hier noch einen Link und ich möchte nur anmerken wir sind nicht die besten Fotografen 

http://s1153.photobucket.com/albums/p506/susischmusie/

code759 Profilseite von code759, 04.04.2012, 19:07:54

Also nach einem billigen Fabrikinstrument sieht das meiner Meinung nach nicht aus. Sollte die Geige keine Risse oder offene Stellen haben sollte sich, soweit ich das sehe, eine Restaurierung einfacher Art auf jeden Fall lohnen. Bei einem günstigeren Satz Saiten dürfte das irgendwo in der Richtung von 200-400€ liegen, wenn keine Lackreparaturen oder Ähnliches gemacht werden sollen. Ein besseres Instrument wird dafür schwer zu haben sein.

Daher denke ich, unabhängig von Original oder Nachbau, dass sich eine Restauration (bei diesen für einen Geigenbauer  einfacheren Arbeiten schon ein großes Wort) lohnt.

Der Geigenbauer, kann dann sicher auch mehr zu der Geige sagen, auch ob es sich lohnt, ein Gutachten zu erstellen. Umsonst sind diese nämlich nicht.

Mia Profilseite von Mia, 04.04.2012, 21:42:47

Ich bedanke mich für die schnellen Kommentare.

Ich habe nach Ostern einen Termin bei einem Geigenmacher / Lehrer.

Bei diesem war ich vor ca. einem Jahr schon einmal.

Er war sehr davon angetan wo ich ihn die Bilder zukommen lassen habe.

 

MfG. Mia und danke nochmal für ihre schnellen Antworten.

Neuester Beitrag wolf Profilseite von wolf, 10.09.2017, 20:22:57

 

Hallo, es ist ja schon ein paar Jahre her mit ihrer Geige Nicolas rue croix... Ich habe nun eine Frage: Was haben Ihre Nachforschungen ergeben? Ich habe auch eine Geige mit dem selben Text auf dem Geigenzettel lediglich einer anderen Jahreszahl und weiss nicht was ich davon halten soll. Mein Geigenbauer hier in Schweden hat das Instrument in Ordnung gebracht, meinte aber das es kein echter Franzose ist...? Für eine kurze Anwort wäre ich dankbar. MfG aus Schweden Wolf
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