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Manam Profilseite von Manam, 23.04.2018, 13:59:40
Suche flexibelen Geigenlehrer



Hallo zusammen,

das wird wohl schwer werden: ich suche einen Geigenlehrer,
der mir, blutigen Anfänger auf der Geige, Unterrciht erteilt.

Das 1. Problem: Ich halte die Geige marokkanisch (upright) und möchte
davon auch eigentlich nicht abweichen ...
Das 2. Problem: Ich möchte indische Musik machen, daher stimme
ich die Geige Quinte/Quarte ( momentan: EBEB )


Der Vorteil: Ich spiele seit über 40 Jahren Gitarre und gebe selber Unterricht.
Es geht also nur um die Geigen(spiel)echnik.

Kann das klappen ? Raum Bonn wäre ideal - zur Not ginge auch Köln,
ich würde mit dem Auto anreisen.

Viele Grüße
Manam



 

Aranton Profilseite von Aranton, 24.04.2018, 12:13:24

Was Du vorhast, hat mit klassischer Geigenspieltechnik nicht mehr viel zu tun. Und auch die flexibelsten Lehrer können anderen nicht beibringen, was sie selbst nicht beherrschen. Die andere Spielhaltung bedeutet, dass der Bogen - weil die Schwerkraft in einer anderen Richtung wirkt - anders gehandhabt werden muss. Die andere Stimmung bedeutet, dass die Fingersätze ganz anders sind. Zwar gibt es sicher Aspekte, die übertragbar sind, trotzdem halte ich das für noch abseitiger, als würdest Du nach einem Eishockeytrainer suchen, der Dir Eiskunstlauf beibringt. 

 

Soweit ich weiß, wurde die Geige schon vor Jahrhunderten in das Instrumentrepertoire indischer Musik aufgenommen, wobei indische Musiker ihre eigene, von der europäischen Tradition abweichenden Spieltechniken entwickelt haben. Von daher denke ich, dass indische Kulturvereine (vorausgesetzt, so etwas findet sich bei Dir in Schlagdistanz), Dir eher helfen können, einen Lehrer für indische Geigenmusik zu finden als die Mitglieder dieses Forums. Ich weiß zufällig, dass es in Gummersbach einen Hindutempel gibt; die engagieren zu Festen bestimmt Musiker. Dort könntest Du anfragen, ob sie bereit sind, Dir deren Kontaktdaten zu geben; vielleicht hast Du Glück und einer davon ist in Schlagdistanz zu Dir tätig und bereit, Unterricht zu geben. Wenn Du auf diesem Weg jemanden findest, würde ich an Deiner Stelle nicht auf der marokkanischen Haltung bestehen, sondern übernehmen, was immer die Person macht.

Wenn das nicht funktioniert, könnten alternativ arabische, persische oder türkische Kulturvereine ein Ansprechpartner sein; in diesen Kulturen gibt es verschiedene Varianten von Spießgeigen, deren Spieltechnik dem was Du anstrebst, meines Wissens deutlich ähnlicher sind als die klassisch europäische Geigenspieltechnik. Wenn sich auf dem Weg auch niemand findet, der Dich unterrichten kann, würde ich an Deiner Stelle eher nach einem experimentierfreudigen Cello- oder Kontrabasslehrer suchen. Die hätten zwar dasselbe Problem mit den Fingersätzen wie ein Geigenlehrer, aber die Bogentechnik dieser Instrumente dürfte sich auf Dein Vorhaben eher übertragen lassen, als die der Geige.

 

Ich weiß, das ist nicht unbedingt, was Du gesucht hast, aber vielleicht bringt es Dich ja trotzdem etwas weiter.

Manam Profilseite von Manam, 24.04.2018, 15:55:36

Hallo Aranton,

 

vielen Dank für Deine Antwort - ja, der Bogen ist bei der (Steh-)Geige im Untergriff und hält auch

die Schwerkraft aus ( sonst hätte ja der Kontrabassist ein Problem ;-), aber Du hast recht: vermutlich

werde ich einen indischen Kontakt aufbauen müssen, damit der Lehrer die Übungen auch vorspielen kann ...

Die Inder benutzen häufig die sitzende Haltung und benutzen den Fuß als Stütze - das setzt eine Erfahrung

als 'Sitzer' voraus - als Westler kann das  ganz schön in die Knie gehen. Vielleicht liest ja ein

Neumitbürger aus Marokko im Raum Köln/Bonn mit und möchte sich ein paar Euros verdienen - ich

glaube diese Geigen sind auch mit zwei Grundtönen gestimmt, was ja beim bordunen Spiel hilfreich ist.

 

Kaya Profilseite von Kaya, 08.05.2018, 09:08:08

Hallo Manam,

 

ich finde Deine Gedanken und Vorhaben gar nicht so abwegig. Die Geige ist durchaus in verschiedener Stellung und Haltung wunderbar spielbar und ebnfalls entspannter, je nach Festigkeiten, die der eigene Körper mal loslassen könnte.

Ich bin Musikerin und Musiktherapeutin, Tanztherapeutin, spiele seit frühester Kindheit Geige und dazu auch Bratsche und Cello. Genres von Klassik, Jazz, Folk, Experimentelles, Neue Musik, Improvisation, indische Musik in diversen Bands schon durchlebt und natürlich immer noch dabei. Mein Blickwinkel auf die Musik und den Körper (Mensch /Instrument) ist mittlerweile sehr ausgeprägt durch meine langjährige Bühnen-,workshop-,Unterrichts-, und therapeutische Arbeit. - Wir können gerne ins Gespräch kommen und ein paar Unterrichtsstunden mal anvisieren. Wohne unweit, habe auch oft im Koblenzer Raum zu tun bandmäßig. Meld Dich gerne.

 

alles Liebe, Kaya

Kaya Profilseite von Kaya, 08.05.2018, 09:11:50

Hi Manam, Noch etwas ....da ich Multiinstrumentalistin bin (Klavier, Gitarre, Querflöte, Akkordeon, Percussion usw....kommen mindestens zu den Streichinstrumenten (Geige,Bratsche,Cello..)noch dazu).....fühle ich mich den verschiedenen und auch durchaus verbindenden Techniken und Haltungen gegenüber sehr aufgeschlossen und forsche da gerne weiter. Wobei ich Dein Anliegen einfach sehr entspannend wahrnehme ! LG ,Kaya

Neuester Beitrag Manam Profilseite von Manam, 08.05.2018, 19:05:26

 

Hallo Kaya,

 

vielen Dank für Deine Antwort - habe Dir eine PN geschickt ...

 

Manam

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    Diebstahl Violoncello! Warnung vor dem Ankauf!

     

    Das gezeigte 4/4 Cello wurde über Ebay-Kleinanzeigen angeboten und von einem Interessenten nach einmonatiger Kommission bis Ende Januar weder bezahlt noch zurückgegeben und daher ist kein Eigentum an dem Instrument zu erwerben! Es wurde am 30.12.2017 in einem grauen Hardcase entwendet. Eine Betrugsanzeige läuft.

    Beschreibung:
    Solisteninstrument, hervorragender Zustand, orangebrauner dicker Lack, angeschäftete und ausgebuchste Schnecke, zweiteiliger Boden, waagrecht geflammt, sehr weitjähriges Deckenholz, Zargen teils wild geflammt, Schnecke ungeflammt. Saiten SPIROCORE Tungsten / LARSEN Solist. Bes. Merkmale: Bodenzäpfchen ersetzt mit ovalem Ansatz, Schnecke angeschäftet, kleine rötliche Lackschlieren am Boden, überaus modellierbarer Klang mit vielen Farben. Bodenlänge: 75,5 cm
    Mensur: 69,4 cm
    untere/mittlere/obere Breiten: 42,4 cm / 23,4 cm / 33,3 cm
    Zargenbreite inkl. Decke/Boden: 12,7 cm
    Bauort: Frankreich
    Baujahr: lt. Geigenbauer geschätzt um 1850, vielleicht natürlich auch später.

     

    Informationen über den Verbleib können über die Geigenbauwerkstatt Adam diebstahl@geigenbau.de an den Besitzer weitergeleitet werden.

     

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